NBS In den Berglen erhält Auszeichnung als Juniorhelferschule
Die Flanke kommt scharf vor das Tor, der Stürmer trifft den Ball mit voller Wucht - und der Torwart hechtet ins lange Eck. Leider stößt er sich dabei den Kopf am Torpfosten und bleibt mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden sitzen. Die mitspielenden Kinder sind bestürzt - aber eines reagiert gedankenschnell und läuft los, um die Juniorhelfer zu holen, die sofort herbeieilen. Während ein Kind bereits den Kühlbeutel anbietet, erkundigt sich das andere danach, ob dem Verletzten schwindelig oder übel sei. Diese Szene spielte sich zum Glück nur auf der Bühne in der Aula der Nachbarschaftsschule In den Berglen ab. Dennoch schildert sie gut die Rolle einiger Schülerinnen und Schüler an der jetzt zur „Juniorhelfer-Schule“ ausgezeichneten NBS.<
Seit vier Schuljahren werden an der Nachbarschaftsschule In den Berglen sogenannte Juniorhelfer ausgebildet. Die Schülerinnen und Schüler erlernen dabei in circa 7 Doppelstunden im Rahmen des Nachmittagsunterrichts Grundlagen der Ersten-Hilfe und legen eine praktische Prüfung darin ab. Von Eigenschutz, Wundversorgung, Notruf, Sportverletzungen und Nasenbluten bis hin zur stabilen Seitenlage werden viele wichtige Themen der Ersten-Hilfe kindgerecht vermittelt und das richtige Verhalten in Rollenspielen trainiert. Dabei spielt der Teamgedanke stets eine zentrale Rolle. Die Erste-Hilfe-Ausbildung, unter der Leitung von Lehrerin und Juniorhelfer-Trainerin Kerstin Wurm, ist verpflichtend für alle Dritt- und Viertklässler. Die anschließende Tätigkeit als Juniorhelfer jedoch ist freiwillig. Denn die Arbeit als Juniorhelfer bedeutet schließlich, dass man in ein bis zwei Pausen pro Woche „Dienst“ leistet und sich auf dem Schulhof oder im Erste-Hilfe-Raum um verletzte Kinder kümmert. Gut ausgerüstet mit Erste-Hilfe-Rucksack, Weste, medizinischen Handschuhen und Kühlbox halten die Juniorhelfer dabei Ausschau nach Kindern, die Hilfe brauchen. Und bei circa 220 Kindern dauert es meistens nicht lange, bis jemand ein Pflaster, einen Verband, ein „Kühli“ oder ein bisschen Trost braucht.
Die Bereitschaft zu helfen und Teil des Juniorhelferteams an der NBS zu werden ist riesengroß. Dieses Schuljahr haben sich 70 Kinder bereiterklärt, als Juniorhelfer zu „arbeiten“. Und diese große Hilfsbereitschaft wurde nun belohnt! Am Freitag, den 11.7.2025 erhielt die Nachbarschaftsschule In den Berglen offiziell die Auszeichnung des DRK-Landesverbandes zur „Juniorhelferschule“. Überreicht wurde die Auszeichnung von Nina Siegle, Koordinatorin Kindergarten und Grundschule beim DRK-Kreisverband Rems-Murr e.V. Voller Stolz nahmen die Juniorhelfer die Auszeichnung entgegen und gleichdarauf wurde überlegt, wo man die hübsche Plakette im Schulhaus anbringen könnte. Die Auszeichnung gilt für das laufende Schuljahr 2024/25. Für die kommenden fünf Schuljahre ist Platz für die entsprechenden Aufkleber. Das Juniorhelferteam der NBS versteht dies als Auftrag und Ansporn zugleich!
Sowohl Nina Siegle, als auch Kerstin Wurm sind fest davon überzeugt, dass das Juniorhelfer-Projekt die Empathiefähigkeit der Grundschüler fördert und die Hemmschwelle, im Notfall jemandem zu helfen, auch langfristig senkt. Ganz nach dem Motto „Einmal Ersthelfer-immer Ersthelfer“ werden sich die Juniorhelfer bestimmt auch nach ihrer Grundschulzeit in den weiterführenden Schulen oder im Privatleben für Notfälle gewappnet fühlen. Von daher wird man an der NBS alles dafür tun, um die erworbene Plakette in den nächsten Jahren mit weiteren Aufklebern erweitern zu dürfen!
Und noch eine kleine Bitte am Rande: Falls Sie abgelaufene Verbandskästen haben, dürfen Sie diese gerne an der NBS abgeben. Zum Üben brauchen wir ständig Nachschub und freuen uns sehr über Spenden!
Das Juniorhelfer-Team der NBS In den Berglen
Auch im Schuljahr 24/25 kümmerten sich unsere „Juniorhelfer“ in den Pausen wieder um verletzte Schülerinnen und Schüler. Alle Juniorhelfer erlernten zuvor in ca. 8 Nachmittagskursen (dem Erste-Hilfe-Atelier), Grundlagen der Erste-Hilfe und legten eine praktische Prüfung darin ab. Von Eigenschutz, Wundversorgung, Notruf, Sportverletzungen und Nasenbluten bis hin zur stabilen Seitenlage wurden viele wichtige Themen der Ersten-Hilfe kindgerecht besprochen und das richtige Verhalten in Rollenspielen praktisch trainiert. Dabei spielte der Teamgedanke stets eine zentrale Rolle. Das Erste-Hilfe-Atelier ist verpflichtend für alle Dritt- und Viertklässler. Die anschließende Tätigkeit als Juniorhelfer jedoch ist freiwillig. Die Bereitschaft zu helfen und Teil des Juniorhelfer-Teams zu werden war auch im Schuljahr 23/24 wieder riesengroß. Insgesamt 55 Juniorhelfer „opferten“ wöchentlich 1-2 Pausen, um anderen Kindern zu helfen! Vielen Dank dafür. Ihr seid einfach spitze!
Und noch eine kleine Bitte am Rande: Zum Üben brauchen wir sehr viel abgelaufenes Verbandsmaterial (besonders Mullbinden, Kompressen, Verbandpäckchen). Sollten Sie also nicht wissen, wohin mit Ihren abgelaufenen Verbandskästen ( Autoverbandskästen sollten ja ca. alle 5 Jahre ausgetauscht werden...), dann dürfen Sie diese sehr gerne in der Schule abgeben. Das Juniorhelfer-Team würde sich sehr darüber freuen!
Herzlichen Dank dafür.



























